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„Schluss mit dem Kaputtsparen....“ – Aktionstag der Jugendverbände
Die AGOT (Arbeitsgemeinschaft Offener Türen) und der Kinder- und Jugendring hatten am 05.05.10 unter dem Motto „Schluss mit dem Kaputtsparen....“ zu einem Aktionstag für den Erhalt der Strukturen der Kinder- und Jugendarbeit aufgerufen.
Mit dem Aktionstag ist kräftig gegen die Sparpolitik der Landesregierung und des Regierungspräsidenten zu Lasten von Bedürftigen demonstriert worden.
Frühmorgens hatte sich eine Delegation von AGOT und Jugendring nach Arnsberg aufgemacht, um mit dem Regierungspräsidenten Diegel über die Auswirkungen der rigiden Sparpolitik zu diskutieren. Der Regierungspräsident hatte sich zwar viel Zeit für die Jugenddelegation genommen, ernsthaft helfen will er den notleidenden Städten jedoch nicht. Kein Rettungsschirm, kein Entschuldungsprogramm, keine bessere Finanzausstattung, Bochum wird auch künftig nicht auf die Unterstützung des Regierungspräsidenten bauen können.
Weit mehr als 500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben sich in Bochum am Aktionstag beteiligt. Unter ihnen waren besonders viele Migrantenkinder und –jugendliche. Der Kinder- und Jugendring hatte sich 2007 auf den Weg gemacht, um die Jugendverbandsarbeit interkulturell zu öffnen. Dazu Regine Hammerschmidt, pädagogische Mitarbeiterin des Jugendrings: „Über die engagierte Beteiligung der vielen Migranten, freuen wir uns ganz besonders. Da sind wir in Bochum auf einem sehr guten Weg.“

Norbert Kozicki von der AGOT-NRW forderte einen grundsätzlichen Politikwechsel: „Es muss endlich Schluss sein mit der Politik nach dem Motto: wenn es nicht mehr reicht, springen die Armen ein. Die Vorschläge für staatliche Mehreinnahmen, wie die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, wie die Erhöhung des Spitzensteuersatzes, wie vermehrte Betriebsprüfungen und wie die Einführung einer Finanztransaktionssteuer liegen schon lange auf dem Tisch.“
Sollten der Jugendarbeit weitere Einschnitte drohen, dann ist mit neuen Aktionen zu rechnen. Die Kinder- und Jugendarbeit ist als Bildungsort für Demokratie, als freiwilliger Lernort, als Ort des ehrenamtlichen Engagements und als Ort zum Erwerb von Sozialkompetenz unverzichtbar und muss bedarfsgerecht weiterentwickelt werden. So wie es der Gesetzgeber im Kinder- und Jugendhilfegesetz verpflichtend von Bund, Land und den Kommunen fordert.
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