Rechtsextremismus

Rechtsextremismus

Aktuelle INFOS

Hier findest du das Infoheft Überlick zum Thema "Rechtsextremismus in NRW vor den Landtagswahlen.

Der Antifaschistische Arbeitskreis an der FH Düsseldorf, das Antirassistische Bildungsforum Rheinland und die Arbeitsstelle Neonazismus - Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus und Neonazismus
der FH Düsseldorf haben eine 60-seitige Handreichung mit dem Titel "Parteien rechtsaußen. NRW und Düsseldorf vor den Landtagswahlen" erstellt.

http://www.arbeitsstelle-neonazismus.de/news/100_parteienrechtsaussen.pdf

 

 

Begriff

Rechtsextremismus ist ein Sammelbegriff für verschiedene Ideologien. Er beschreibt faschistische, nationalistische und reaktionäre politische Aktivitäten und Weltanschauungen.

Dabei haben diese Ideologien einige gemeinsame Merkmale:


Ethnizismus:
Es wird eine naturgegebene Zugehörigkeit von Menschengruppen zu einer Ethnie ( „Abstammungseinheit“ ) oder Rasse verstandenen Volk oder einer Nation behauptet. Deshalb seien Menschen durch ihre Abstammung biologisch und kulturell so stark vorgeprägt, dass verschiedene Ethnien nicht gleichberechtigt und selbstbestimmt nebeneinander in einem Staat leben könnten.
 

Ungleichheit der Menschen: Rechtsextremisten gehen bei Menschen mit ethnischen, kulturellen, geistigen und körperlichen Unterschieden von einem minderen Wert und Rechtsstatus aus. Daraus folgt eine starke Intoleranz gegenüber Menschen anderer Herkunft und Prägung.
 

Antipluralismus: Im Gegensatz zum Konzept einer multikulturellen Gesellschaft geht der Antipluralismus davon aus, dass unterschiedliche Interessen und Ansichten innerhalb eines Staates nicht friedlich nebeneinander existieren können.
 

Ablehnung des Rechtsstaates: Die Grundprinzipien des Rechtsstaates, wie Parlamentarismus, demokratische Opposition und gleiche Grundrechte werden bestritten und delegitimiert.
 

Autoritarismus: Das rechtsextremistische Politikverständnis gründet sich auf autoritären, hierarchischen und zentralistischen Strukturen. Rechtsextremisten gehen von einem „identischen (gleichen) Volkswillen“ aus. Deshalb sei es „Freiheit“ sich diesem „identischen Volkswillen“ unterzuordnen.

Kai Arzheimer: Die Wähler der Extremen Rechten 1980–2002. VS Verlag, Wiesbaden 2008
Bundeszentrale für politische Bildung (Dossier und Informationsportal):
http://www.bpb.de/themen/R2IRZM